OCHTINAER ARAGONITHÖHLE

Eine der insgesamt drei weltweit erschlossenen Aragonithöhlen. Die beiden anderen befinden sich in Mexiko und Argentinien.

Im Zugangsstollen der Ochtinaer Aragonithöhle müssen Sie 104 Stufen überwinden und danach betreten Sie auch schon eine wundervolle Welt, die allein der unendlichen Schöpferkraft der Natur entstammen kann. Es handelt sich um ein weiteres weltweit einmaliges Phänomen der kleinen Slowakei, zumal die Höhle zu den insgesamt drei erschlossenen Aragonithöhlen unseres Planeten zählt. Die beiden anderen befinden sich in Mexiko und Argentinien.
Die Ochtinaer Aragonithöhle liegt im Bergland Revúcka vrchovina zwischen der Stadt Jelšava und der Gemeinde Štítnik. Der Zugangsstollen zur Höhle liegt 642 Meter über dem Meeresspiegel. Zur Höhle fahren Sie von Košice aus in Richtung Rožňava und Jelšava. Zwischen Štítnik und Jelšava biegen Sie von der Straße ab. Der Parkplatz befindet sich ca. 300 Meter vom Höhleneingang entfernt, von dort erreicht man die Höhle auf einem Pfad mit leichter Steigung.
Älteste Aragonitgebilde sind mehr als 140 Tausend Jahre alt.
In der Höhle finden wir Aragonitgebilde in drei Generationen vor, die erste ist 121 bis 138 Tausend Jahre alt. Die zweite Generation ist am häufigsten vertreten, repräsentativ sind mehrere Dutzend Zentimeter lange Nadeln und gekrümmte bis spiralförmige Heliktiten, deren Alter auf ungefähr 14 Tausend Jahre datiert wird. Die jüngste Generation bildet sich gegenwärtig auf Sedimenten aus, in Form von kleinen, 2 bis 4 Millimeter kleinen Fächern.
Aragonit kann verschiedene Formen und Optik annehmen. Foto Julius Szabo
Von den 300 Metern Gesamtlänge sind 230 Meter erschlossen und die Besichtigung dauert eine halbe Stunde. Der Größe nach handelt es sich um keine besonders große Höhle, sie ist jedoch außerordentlich wertvoll. Der mannigfaltige Aragonitschmuck in Form von Spiralen, Nadeln und korallenähnlichen Formen bildet eine vielfältige Mischung an wundervollen Bildern. Als schönster Ort der Höhle gilt der Saal der Milchstraße, in dem weiße Aragonitbüschel im Riss in der Höhlendecke bei Lampenlicht den Eindruck der Sterne unserer Galaxie entstehen lassen.
Foto Julius Szabo
Beim Aragonit handelt es sich um ein Calciumcarbonat und das Mineral kann verschiedene Formen und Optik annehmen – Säulen-, Tropfstein-, Faden-, Strahlenformen sowie die kostbarste, korallenähnliche Form (sog. Eiserne Blume).
Die kostbarste, korallenähnliche Form ist sog. Eiserne Blume.
Foto Julius Szabo
Dieses weltweit einmalige Juwel wurde durch reinen Zufall während der Vortriebsarbeiten an geologischem Erkundungsstollen im Jahr 1954 entdeckt. 1972 wurde die Höhle für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Höhlentemperatur schwankt zwischen 7,2°C und 7,8°C und die relative Luftfeuchtigkeit im Bereich zwischen 92% bis 97%.

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